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Einige Arten: Der Rostkappenpapagei

Allgemeines zur Art

Rostkappenpapageien (Pionites leucogaster leucogaster) gehören als Weißbauchpapageien zur Gattung der Pionites. Diese Gattung besteht aus nur zwei anerkannten Arten: dem Grünzügelpapagei und dem Rostkappenpapagei. Die Heimat der Rostkappenpapageien ist die Amazonas-Region in Südamerika. Sie leben - und nisten - dort hoch oben in den Bäumen und nutzen das dichte Blätterdach als Schutz vor Raubvögeln.

Rostkappenpapageien sind ca. 23 cm lang und etwa 160 g schwer. Ihr Kopf ist von der Stirn bis hinunter zum Nacken orange, die Kopfseiten, die Wangen und die Kehle sind gelb. der Rücken, die Flügel und der relativ kurze Schwanz sind grün. Wie der Name schon verrät, sind Brust und Bauch weiß bis cremefarben. Bei der Nominatform ist der Schenkel grün, während bei beiden Unterarten, dem Gelbschenkel-Rostkappenpapagei (Pionites leucogaster xanthomeria) und dem sehr seltenen Gelbschwanz-Rostkappenpapagei (Pionites leucogaster xanthurus), die Oberschenkel und Flanken gelb sind (der Gelbschwanz-Rostkappenpapagei hat darüber hinaus eine gelbe Schwanzspitze). Der Schnabel ist hell. Die Farbe der Füße, und damit auch der Nägel, variiert stark. Der federlose Augenring ist weiß oder grau, der innere Irisring eher grau als schwarz.

Im Gegensatz zu vielen anderen Papageienarten leben Weißbauchpapageien nicht in großen Schwärmen, sondern man trifft sie außerhalb der Brutzeit eher in kleineren Familienverbänden an. Ihre Nahrung ist wenig spezialisiert auf Früchte ausgerichtet.

Anschaffung

Rostkappenpapageien sind unkomplizierte Artgenossen, die bei guter Pflege bis 30 Jahre alt werden können. Sie sind ungeheuer neugierig, geschickt und verspielt und in der Regel absolut furchtlos, dies alles gepaart mit großer Willenskraft! Sie bewegen sich schnell und sehr präzise und klettern sehr behände, liegen aber auch gern einmal bewegungslos auf dem Rücken auf dem Käfigboden und erschrecken damit ihren Pfleger. Außerdem können erwachsene Tiere sehr kräftig zubeißen und unnachgiebig festhalten, und dies auch, ohne in irgendeiner Form provoziert worden zu sein. Und: sie können trotz ihrer geringen Körpergröße außerordentlich laut und schrill kreischen.

Vor der Anschaffung sollte man sich entsprechende Literatur besorgen und / oder im Internet nach weiteren Informationen suchen. In jedem Fall sollte man sich gründlich informieren, bevor man Rostkappenpapageien in seinem Haushalt aufnimmt. Dazu gehört z.B. auch, eventuelle Allergien gegen Federn oder Federstaub auszuschließen, und sich frühzeitig darüber Gedanken zu machen, wer die Tiere bei Urlaubsabwesenheit oder Krankheit versorgen kann. Ganz wichtig ist es, zu prüfen, ob man die lauten und schrillen Lautäußerungen der Vögel auf Dauer erträgt - und ob auch der Nachbar sie ertragen möchte!

Haltung

Die Haltung von Rostkappenpapageien ist recht problemlos und somit auch Anfängern durchaus zu empfehlen. Eine Paarhaltung sollte obligatorisch sein. Die Hauptsache dabei ist, dass die Vögel sich gut verstehen, denn Weißbauchpapageien sind in der Regel sehr aggressiv. So sollten also möglichst zwei bereits miteinander vergesellschaftete Jungtiere zusammen gekauft werden, oder aber, falls bereits ein Tier vorhanden ist, eine Zusammenführung auf neutralem Boden stattfinden, also z.B. in einem Raum, den keiner der beiden Vögel jemals vorher gesehen hat. Dies ist ganz wichtig, denn das Eindringen eines Artgenossen in ein Revier kann schwere Verletzungen oder den Tod des Neuankömmlings zur Folge haben! In jedem Fall ist hier auch über längere Zeit eine erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

Wer Wert auf eine unbeschädigte Einrichtung legt, sollte seinen Rostkappenpapageien Freiflug nur unter strenger Aufsicht gewähren, denn alle Weißbauchpapageien sind äußerst zerstörerisch veranlagt und zernagen einfach alles. Da eine solche Aufsicht und damit ein freies Agieren der Vögel in der Wohnung in vielen Haushalten wegen Berufstätigkeit oder anderer Abwesenheit (aber auch, weil die Vögel nicht das gesamte Haus als ihr zu verteidigendes Territorium ansehen sollen) täglich nur für begrenzte Zeit möglich ist, sollte den Vögeln eine große und gut ausgestattete Voliere geboten werden.

Infrage kämen etwa die Modelle

Montana Palace zum Preis von 799,00 EUR:
Größe: 160 x 80 x 185 cm. Gitterabstand: 28 mm, Gitterstärke: 5 mm.
Der Palace besitzt eine Trennwand, Klappe zum Anbringen eines Nistkasten, vier Außenfütterer mit Schalen aus Edelstahl sowie zwei großzügige Türen. Beschichtet ist der Palace mit einer AVILON(R)-Beschichtung und erhältlich in den Farben sandweiss und anthrazith. Die AVILON(R)-Beschichtung ist eingebrannt bei 220 Grad und garantiert Non-Toxic.

Montana Denver zum Preis von 599,00 :
Größe: 100 x 100 x 180 cm. Gitterabstand: 20 mm, Gitterstärke: 4 mm. Ein platzsparender Eckkäfig inklusive vier Außenfuttertüren mit Schalen aus Edelstahl.

Besser noch wäre der

Montana Akansas II zum Preis von 899,00 EUR
Größe: 200 x 100 x 200 cm. Gitterabstand: 28 mm, Gitterstärke 5 mm.
Im Lieferumfang enthalten sind Edelstahlnäpfe, Sitzstange, entfernbares Kotgitter und stabile Rollenfüße. Der Arkansas II besitzt außerdem 4 Außenfütterungen sowie eine "breeder door" zur Anbringung eines Brutkastens.

Doch auch hier gilt: größer ist besser. Ideal ist natürlich eine große Außenvoliere von beispielsweise 300 x 200 x 200 cm ( L x B x H) und dazu die etwas kleinere Innenvoliere, die durch eine entsprechend breite (und mit einem Schieber versehene) Öffnung miteinander verbunden werden können. Beide Volieren sollten Baumwurzeln, große und kleine Naturäste und Zweige, dicke Taue, Glöckchen und anderes Beschäftigungsmaterial enthalten, damit die Tiere klettern und spielen können. Sie laufen, hopsen und klettern die meiste Zeit, geflogen wird seltener! Da sie sich auch gern am Boden aufhalten, sollte kein Bodengitter verwendet werden. Ganz wichtig ist es, die Voliere regelmäßig mit belaubten Ästen auszustatten. Da sie in ihrem Ursprungsgebiet unter einem dichten Blätterdach leben, fühlen sich die Tiere in übersichtlich gestalteten und von allen Seiten zugänglichen Volieren unwohl!

Papageienspielzeug ist für Weißbauchpapageien besonders wichtig und es sollte im Käfig für ein Maximum an Spaß und Abwechslung gesorgt werden, damit diese kleinen Kobolde glücklich und gesund bleiben. Gleichzeitig ist auch bei dem menschlichen Pfleger für Spaß und Abwechslung gesorgt, denn es macht sehr viel Freude, diese fröhlichen kleinen Gesellen bei ihrem Treiben zu beobachten und ihre Äußerungen zu belauschen (Weißbauchpapageien können durchaus das Sprechen erlernen). Eine Besonderheit bei diesen Papageien ist übrigens ihre Neigung, sich wie eine Katze an Ästen zu reiben, eine weitere, dass sie im Gegensatz zu anderen Papageien Höhlen und/oder Tunnels lieben. Dies ist sicherlich ihrem ursprünglichen Leben unter dichten Baumkronen geschuldet.

Daraus resultiert wohl auch der Bedarf an einem Schlafversteck in Form eines kleinen Beutels oder eines Schlafkästchens. Damit die Vögel nicht in Brutstimmung kommen (oder darin verweilen) könnte auch ein Holzkästchen mit einem Einflugloch und einer Sitzstange, aber ohne Bodenbrett (!) aufgehängt werden. Manche Weißbauchpapageien lieben es, sich am Boden unter Zeitungspapier zu verstecken. Diesbezüglich sollten ausreichend Angebote gemacht werden.

Weißbauchpapageien haben ein großes Badebedürfnis, deshalb sollte ihnen in jedem Fall ein flaches Badebecken zur Verfügung stehen. Sie plantschen darin mit dem größtem Vergnügen und sind die einzigen Papageien, die sich hinterher selbst an einem Handtuch trocken reiben. Daneben werden sanfte Duschen mit lauwarmem Wasser aus einer Pflanzenspritze genau so sehr genossen wie das Wälzen in der regennassen Vegetation einer Außenvoliere.

Was den Standort der Voliere anbetrifft, so ist darauf zu achten, dass die Vögel zwar hell stehen, jedoch nicht direkter Sonnenbestrahlung und auch nicht Zugluft ausgesetzt werden. Da der ursprüngliche Lebensraum der Weißbauchpapageien das feuchte Amazonasgebiet ist, sollte die Voliere auch nicht in Heizungsnähe aufgestellt werden. Wände zu mindestens zwei Seiten bieten den Vögeln ein größeres Gefühl der Sicherheit. Um die Wände vor von den Papageien herumgeschnipsten Fruchtstückchen zu schützen, empfiehlt es sich, sie mit einem abwaschbaren Überzug oder einer klaren Folie zu versehen. Übrigens: Dem Türverschluss der Voliere sollten nicht nur die Vögel ihre Aufmerksamkeit widmen! Eventuell muss hier ein Vorhängeschloss für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Damit die Vögel bei Freiflug nicht in den Gardinen landen oder an anderen Stellen, an denen es von Ihnen vielleicht nicht so gern gesehen wird, sollte von Anfang an ein Freisitz eingerichtet und mit allerlei Zweigen, Tauen und Spielzeug interessant gestaltet werden.

Die Umgebungstemperatur sollte bei akklimatisierten Vögeln 10° C nicht unterschreiten und die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter 60 % betragen, um Schäden an den Schleimhäuten der Papageien zu vermeiden.

Erziehung

Rostkappenpapageien sind ausgesprochen neugierige Vögel, die in Gefangenschaft meist schnell zutraulich werden. Sie lieben Körperkontakt, schmiegen sich an ihren menschlichen Freund oder in dessen Hand, verstecken sich unter seiner Kleidung, und lassen sich gern und ausdauernd überall am Körper kraulen und streicheln. Deshalb sollte es auch keine Schwierigkeiten bereiten, Vögel in die Voliere zurückzubringen, wenn sie einmal frei fliegen durften oder ausgerissen sind. Man muss dieses "auf die Hand kommen" immer wieder üben. Kleine Belohnungen sind hier sehr hilfreich.

Weißbauchpapageien haben einen starken Charakter und sind sehr eigensinnig. Deshalb ist es sehr, sehr wichtig, von Anfang an darauf zu achten, dass keine Dominanzprobleme auftreten. Achten Sie auf Disziplin und vor allem: seien Sie konsequent!

Bevor man den Tieren Tricks und Finessen beibringt, muss die Grunderziehung sitzen. Wenn die Vögel dann "gehorchen" (Papageien ordnen sich nicht unter, aber sie tun gerne, was uns und Ihnen gefällt, wenn dann zur Belohnung mit ihnen gespielt wird und sie gelobt werden), sollte ein Notprogramm eingeübt werden. Dies besteht aus mindestens drei Elementen: Gewöhnung an einen Handschuh für den Notfall, das spielerische Üben des Hineingehens in eine Transportbox (wegen eventueller Tierarztbesuche) und die Aufnahme von Medizin (im Wasser).

Ernährung

Wie oben schon erwähnt, ernähren sich Rostkappenpapageien in freier Natur hauptsächlich von Früchten und auch in Gefangenschaft sollten Früchte zwischen 30 und 40 % der Nahrung ausmachen. Es können alle Früchte verfüttert werden, also Äpfel, Aprikosen, Bananen oder getrocknete Bananenchips, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Granatäpfel, Guaven, Hagebutten, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunderbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Kiwis, Mandarinen, Apfelsinen, Papayas, Pfirsich, Pflaumen, Preiselbeeren, Satsumas, Weintrauben. Viele der weichen Beeren können eingefroren und nach und nach aufgetaut und angeboten werden. Es muss sicher nicht extra erwähnt werden, dass es wichtig ist, die Früchte mit warmem Wasser gut abzuwaschen, um eventuell verwendete Spritzmittel zu entfernen. Rosinen, Sultaninen und Feigen sollten vor dem Verfüttern eingeweicht werden, bis sie aufgequollen sind.

Wer stark färbende Beeren, wie z.B. Holunderbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren verfüttert, muss allerdings darauf gefasst sein, dass der weiße Bauch seiner Papageien und die gesamte Käfigumgebung nach dem "Verzehr" nicht mehr fleckenlos rein ist ...

Neben den Früchten kann frisches oder aufgetautes Gemüse verfüttert werden, wie z.B. rohe oder gekochte Möhren, junge Erbsen mit und ohne Schote, frischer Mais oder Mais aus der Dose, Petersilie, zerkleinerte Chilischoten, Gurken, Kohlrabi, Paprikaschoten, Rote Bete und Zucchini. Auch Nüsse, vor allem Walnüsse, sind sehr beliebt. Allerdings dürfen sie auf keinen Fall gesalzen sein! Und ganz besonders bei Erdnüssen ist darauf zu achten, dass sie für den menschlichen Verzehr zugelassen (d.h. frei von Schimmelpilz-Giften) sind. Überhaupt sollte auf ein qualitativ hochwertiges Futter geachtet werden. Neben Nüssen werden Körner (wie z.B. Kardisaat, Sonnenblumenkerne und Kleinsämereien) gern genommen. In der Regel gilt: Probiert wird von den Papageien zunächst einmal alles. Ja, und noch etwas: Weißbauchpapageien lieben ihr Futter und bewachen es eifersüchtig. Im Gegensatz zu anderen Papageien wird in der Regel nicht geteilt!

Eine empfehlenswerte Futtermischung wurde in Zusammenarbeit mit dem Loro Parque in Teneriffa entwickelt: Amazone Loro Parque Mix ist eine angereicherte Samenmischung mit extra Nahrungselementen, speziell zusammengesetzt eigentlich für südamerikanische Papageien, in dieser Zusammensetzung jedoch auch sehr gut geeignet für die kleineren Amazonas-Papageien. Alle Prestige Premium Loro Parque Mischungen sind mit einem sehr abwechslungsreichen Angebot von Samen und Getreidesorten versehen und enthalten eine Anzahl von Leckereien für Papageien, wie z.B. gepuffte Getreidesorten, Kürbiskerne, Hagebutten, getrocknete Pepperoni und Zirbelnüsse. Diese Premium-Grundnahrung ist angereichert mit 8 % Maxi VAM Körnchen, die für eine Extrazufuhr von Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien sorgen. Diese artenspezifische Mischung wurde in Beratung mit dem wissenschaftlichen Team vom Loro Parque zusammengestellt und wird im Park als Basisfutter verwendet. Nachdem diese Mischung mit Erfolg im berühmten Loro Parque auf Teneriffa angewendet wurde, steht sie jetzt auch anderswo jedem Papageienhalter zur Verfügung.

Bei guter Haltung und ausgewogener Ernährung ist eine zusätzliche Vitaminzufuhr in der Regel unnötig. In Zeiten der Mauser oder bei besonderen Stresssituationen kann man ein Vitaminpräparat aus dem Fachhandel verabreichen.

Ganz wichtig ist natürlich sauberes Trinkwasser. Und es versteht sich von selbst, dass die Futter- und Trinknäpfe und die Badestellen der Weißbauchpapageien täglich ein- bis mehrmals und die Volieren mindestens einmal pro Woche gründlich gesäubert werden müssen. Die Futternäpfe sollten einmal pro Woche desinfiziert oder aber in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden.

Gefahrenquellen im Alltag

Eine besondere Gefahrenquelle stellt für Rostkappenpapageien Silikon dar (wie er möglicherweise bei der Abdichtung einer Außenvoliere etc. verwendet werden könnte), da sie an allen Materialien gern herumzupfen. Außerdem muss bei Gewährung von Freiflug darauf geachtet werden, dass auch viele Zimmerpflanzen bei den Vögeln Vergiftungen hervorrufen können. Am besten ist es deshalb natürlich, wenn innerhalb des Teils der Wohnung, in dem sich die Vögel aufhalten dürfen, völlig auf giftige Pflanzen verzichtet wird, wie z.B. Alpenveilchen, Azaleen, Calla, Christusdorn, Dieffenbachia, Erikagewächse, Euphorbien, Flamingoblume, Hyazinthen, Maiglöckchen, Oleander, Philodendron, Rhododendron, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse und Zimmerfarn. Da die Vögel Verstecke lieben, sollte der Raum genau überprüft werden, ob jede Höhle oder schmale Öffnung, die sich eventuell hinter und unter Möbeln auftut, für den vorübergehenden Aufenthalt der Vögel geeignet ist. Auf keinen Fall dürfen dort Kabel verlaufen, denn die Papageien werden diese mit Sicherheit zerbeißen und dies möglicherweise mit dem Leben bezahlen.

Dann muss natürlich auf geschlossene Fenster geachtet werden. Wichtig ist auch, dass klare Scheiben, die nicht von Gardinen verdeckt sind, von Vögeln häufig als Öffnung in einen anderen Raum betrachtet werden. Es ist daher unabdingbar, dass Glasscheiben als "undurchdringlich" kenntlich gemacht werden, sei es durch Gardinen, durch herabgelassene Jalousien oder aber durch Fensterbilder.

Eine Wohnung bietet für einen kleinen Vogel so manche Gefahrenquelle, wie z.B. heiße Ofen- oder Herdplatten und Pfannen oder offene Kochtöpfe in der Küche, Aquarien im Wohnzimmer, Wischeimer oder andere Gefäße, die Wasser enthalten etc. Seien Sie aufmerksam, denn es ist sehr traurig, solch einen kleinen neugierigen "Lebensgefährten" wegen der eigenen Sorglosigkeit zu verlieren.

Mauser und Krankheiten

Da sie keine Zugvögel sind, sondern in Zonen mit gleichmäßigem Klima leben, fallen Rostkappenpapageien - wie übrigens alle Papageien - nicht in eine Vollmauser, sondern wechseln im Laufe des Jahres einen Großteil ihrer Federn. Sie erscheinen deshalb das ganze Jahr über in wunderschön buntem und vollständigem Federkleid.

Weißbauchpapageien sind bei guter Haltung und ausgewogener Ernährung nicht sehr krankheitsanfällig. Dennoch gibt es Krankheiten, die beim Ausbruch sehr gefährlich werden können und oftmals Verluste zur Folge haben. Ein verantwortungsbewusster Papageienhalter beobachtet seine Tiere deshalb täglich sehr genau und sucht bei Auffälligkeiten mit seinem erkrankten Vogel umgehend einen erfahrenen Tierarzt auf, da viele Selbstbehandlungsversuche mehr Schaden als Nutzen anrichten. Werden die Tiere in Paarhaltung oder im Schwarm gehalten, muss die Beobachtung besonders sorgfältig sein, da auch kranke Tiere bemüht sind, sich gesund zu zeigen.