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Allgemeines zum Thema Papageien

Viele Papageienarten zählen in ihren Heimatländern inzwischen zu den bedrohten Tierarten, da die Bestände nicht zuletzt durch die vielen Wildfänge stark dezimiert wurden. Es versteht sich daher von selbst, dass bei der Anschaffung von Jungtieren ausschließlich der Erwerb von Nachzuchten in Frage kommt.

Papageien können sehr alt werden und die Haltung dieser exotischen Wildvögel ist außerordentlich anspruchsvoll. Sie verlangt größtmögliche Sachkunde, denn nur dann, wenn die Bedürfnisse der Vögel bestmöglich erfüllt sind, wird man Freude an ihnen haben können.

Eine der Voraussetzungen zur artgerechten Pflege ist die zumindest paarweise Haltung der Papageien. In ihren natürlichen Lebensräumen leben sie - je nach Art - in kleineren bis sehr großen Schwärmen und nur während der Brutphase paarweise. Sie in Gefangenschaft einzeln zu halten könnte ihr Verlangen nach Sozialkontakten deshalb niemals wirklich befriedigen. Hinzu kommt, dass einzeln gehaltene Papageien insbesondere nach Erreichen der Geschlechtsreife nicht selten zu "Schreiern" oder "Rupfern" werden, wenn das Interesse und / oder die Zeit des Pflegers nachlassen, sich ihnen täglich stundenlang zu widmen.

Die großen Papageienarten, wie z.B. Aras, benötigen geräumige Volieren oder Vogelzimmer und auch kleine Arten, wie Agaporniden, sollten nicht lebenslang in einem winzigen Vogelkäfig gehalten werden. Diese Volieren und Käfige wollen ausgestattet und die Ausstattung immer mal erneuert und verändert sein. Außerdem müssen sie mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden. Darüber hinaus müssen den Tieren Beschäftigungsmöglichkeiten zum Nagen, Klettern und Spielen geboten werden.

Die Ernährung der Tiere muss abwechslungsreich sein. Sie benötigen täglich Körnermischungen und frisches Obst und Gemüse, dazu mehrmals täglich frisches Wasser. Und die dazu erforderlichen diversen Näpfe und Schälchen müssen nicht nur angeschafft, sondern auch täglich gründlich gereinigt werden. Außerdem können Papageien natürlich auch einmal krank werden. All dieses kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Ein weiterer Aspekt der Haltung von größeren Papageien ist der Standort der Volieren. Die meisten Papageien und vor allem auch die Kakadus können ohrenbetäubend kreischen. Außerdem verursachen sie viel Staub und "Unordnung". Die Lautstärke von Papageien hat nicht selten zu Nachbarschaftsklagen geführt. Und eventuelle Allergien gegen Federn oder Federstaub sollten natürlich auch vor einer Anschaffung ausgeschlossen werden.

Weiterhin muss man sich Gedanken darüber machen, wer die Tiere bei Urlaubsabwesenheit betreuen kann. Zumindest bei den größeren Papageienarten müsste dies in der gewohnten Umgebung geschehen, weil zum einen eine Voliere sicher nicht ohne Weiteres beim Betreuer untergebracht werden könnte, zum anderen die Vögel durch einen Umgebungswechsel auch stark gestresst werden, was wiederum zur Entwicklung von "Unarten" führen könnte (s.o.).

Aus all diesen Gründen sollte die Anschaffung wohlüberlegt und gut geplant sein. Es gibt sehr viele gute Bücher zum Thema der Haltung von Papageien und auch das Internet bietet hierzu viel Informatives. Bevor man Papageien für viele Jahrzehnte in seinem Haushalt aufnimmt, kann man sich gar nicht gründlich genug informieren.

Wenn alle Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung gegeben sind, sind Papageien mit ihrer Schönheit, ihrem quicklebendigen, intelligenten Wesen, ihrer Anhänglichkeit, ihrer Spielfreude und ihrem drolligen Verhalten ein steter Quell der Freude. Wir jedenfalls freuen uns jeden Tag an unseren Papageien und haben die Anschaffung noch keine Minute bereut.