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Infos Papageienkauf

Informationen zum Papageienkauf

Einen Papagei sollten Sie sich nicht spontan anschaffen, denn in Ihrem Leben wird sich mit dem neuen Hausbewohner einiges ändern. Die nachstehenden Informationen sollen Ihnen behilflich sein, damit es Ihren Vögeln gut geht und Sie viel Freude mit ihnen haben.

Grundsätzliches

Wenn man ein Tier erwirbt, sollte man nie unüberlegt oder spontan einem Wunsch nachgeben. Man übernimmt eine große Verantwortung. Besonders unter den Papageien gibt es hochintelligente und sehr sensible Arten, die auf falsche Haltungsbedingungen mit schweren Verhaltensstörungen reagieren können.

Papageien müssen - wie andere Tiere auch - täglich versorgt werden. Sie brauchen den menschlichen Zuspruch und manche täglich ihre Krauleinheiten. Sie benötigen also Zeit, um den Kontakt mit Ihren Papageien zu pflegen. Körnerhülsen, Obststückchen oder Einstreu sammeln sich nicht nur innerhalb der Voliere, sondern sind auch in der näheren Umgebung zu finden. Des Weiteren gibt es Gefiederstaub und umherfliegende Federchen.

Nicht jeder empfindet die Lautäußerungen von Papageien als angenehm. Empfindliche Nachbarn können sich dadurch gestört fühlen.

Alle Papageien sind Unzertrennliche

Sittiche und Papageien sind Schwarmvögel. Denken Sie beim Kauf daran. Ein einzelner Vogel wird nicht glücklich, auch wenn Sie ihm noch so viel Zeit schenken. Kein menschlicher Partner kann ihm den Artgenossen ersetzen. Ein Papagei sucht sich seinen Partner selbst aus. Hat er keinen Artgenossen, wird er seine Zuneigung einem Familienmitglied widmen. Das kann dazu führen, dass er seinen "Partner" von nun an immer um sich haben will und ihn vor anderen verteidigt. Bei zwei oder mehreren Vögel brauchen sie sich keine Sorgen zu machen, wenn Sie mal keine Zeit haben.

Wo soll der Papagei leben?

Je nach Art und Größe benötigen Papageien sehr viel Platz. Bei Käfighaltung sollten sie die Möglichkeit haben, ihre Flügel auszubreiten und sich ausgiebig strecken zu können. Außerdem freuen sich die gefiederten Hausbewohner, wenn sie ein paar Stunden Freiflug außerhalb ihres Käfigs genießen können. Die Umgebung im Käfig oder der Voliere sollte reizvoll gestaltet sein, Spiegel und Plastikvögel gehören nicht hinein. Auch auf Plastikstangen sollte verzichtet werden. Käfig, Voliere und Freisitze sollten mit Naturästen ausgestattet sein. Papageien knabbern gern die frische Rinde ab. So haben sie eine sinnvolle Beschäftigung, außerdem ist die Rinde gesund.

Wichtig ist, dass der Halter für genügend Luftfeuchtigkeit (60 - 70%) im Raum sorgt. Trockene Luft kann zu Juckreiz führen und Vögel zum Rupfen animieren. Frische Luft und viel Licht ist ebenfalls wichtig. Zugluft ist auf jeden Fall zu vermeiden.

Viele Papageien baden sehr gerne. Manche lassen sich mit einer Blumenspritze abduschen, andere bevorzugen eine große Badeschale.

Welcher Papagei passt zu mir?

Unter den Papageien sind sehr farbenfrohe Exemplare zu finden. Doch sollte man sich beim Erwerb von Papageien nicht nur vom Auge leiten lassen. Viele Papageien stellen an die Pflege und Haltung spezielle Anforderungen.

Werden Naturbruten zahm?

Eine Handaufzucht stellt einen bedeutsamen Eingriff in die Entwicklung des Tieres dar. Sollte es unbedingt eine Handaufzucht sein, so achten Sie darauf, dass diese im Geschwisterverbund durchgeführt wurde.

Mit der Handaufzucht bekommen Sie zwar schnell einen zahmen Vogel, aber auch Naturbruten verlieren bei engerem Kontakt mit dem Menschen ihre anfängliche Scheu - man braucht nur etwas mehr Geduld.

Ernährung

Papageienfutter muss von guter Qualität sein, weder staubhaltig noch muffig riechen. Es sollte sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen und für die jeweilige Papageienart bestimmt sein. Auf die Fütterung von ungeschälten Erdnüssen ist ganz zu verzichten. Sie bergen eine große Gefahr von Pilzbefall.

Die Körnermischung sollte ca. 50-60% der Tagesration ausmachen. Obst und Gemüse dürfen nie fehlen, auch wenn es anfangs nicht angenommen werden sollte. Täglich frisches Trinkwasser gehört ebenfalls dazu. Außerdem sollten frische Zweige angeboten werden.

Sonstiges

Viele Vogelarten unterliegen einer strengen Schutzmaßnahme. Für einige Papageien gibt es eine Meldepflicht. Bei welcher Behörde die Meldung zu erfolgen hat, erfragt man am besten bei der zuständigen Gemeindeverwaltung, weil dies oftmals unterschiedlich geregelt ist. Für besonders streng geschützte Vogelarten (Anhang A der Bundesartenschutzverordnung) bedarf es einer so genannten CITES-Bescheinigung, außerdem muss von der zuständigen Behörde bei Weitergabe eine Vermarktungsgenehmigung erteilt worden sein.