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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten zu etwas spezielleren Problemen.

Der neue Partnervogel zieht ein

Papageien sind sehr gesellige Vögel. Selbst wenn Sie sich viel mit Ihrem gefiederten Freund beschäftigen, reicht der Mensch auf Dauer nicht aus. Mit einem Partnervogel machen Sie Ihrem Papagei das schönste Geschenk. Damit es bei den beiden auch "funkt", sind vorher ein paar Dinge zu beachten.

Bleiben Sie locker
Zunächst einmal: Gehen Sie ganz ruhig an die Sache heran. Es wird schon gut gehen. Meist machen sich die Halter mehr Sorgen, stehen dann total unter Stress und deuten Spielereien der beiden als aggressives Verhalten. Papageien sind sehr sensible Tiere und spüren Ihre Stimmung, Anspannung und Ängste – und reagieren darauf. Also, bleiben Sie ganz locker!

"Kennenlernkäfig"
Am besten ist es immer, einen artgleichen gegengeschlechtlichen Vogel als Partner hinzuzunehmen. Bevor der oder die Neue einzieht, sind ein paar Vorbereitungen zu treffen. Zunächst muss ein zweiter Käfig für den neuen gefiederten Freund bereitstehen. Dieser steht am besten neben dem anderen, so dass die beiden durch die Gitterstäbe mit Sehen und Rufen schon mal Kontakt aufnehmen können. Die Käfige stehen aber nicht so dicht zusammen, dass sich die Vögel gegenseitig in die Krallen beißen können.

Freiflug unter Aufsicht
Hat sich der Neue ein bisschen eingelebt, gibt es gemeinsamen Freiflug unter Aufsicht.

Hierbei können sich die beiden Papageien kennenlernen, haben aber genügend Platz zum Ausweichen, falls einer der beiden keine Lust auf den anderen hat. Außerdem können Sie jederzeit eingreifen, wenn es richtigen Streit gibt.

Spiel nach Papageienart
Halten Sie sich zurück und greifen nicht ständig ein, wenn es Ihrer Meinung nach Schwierigkeiten gibt. Papageien beißen sich häufig in die Füsse und machen dabei ein Riesengeschrei – das ist normal und hat nichts mit Aggression zu tun. Das ist eben das Spiel ganz nach Papageienart.

Wenn sie zwei Papageien pflegen, werden Sie dieses Spiel noch häufiger beobachten können – selbst wenn die zwei schon lange ein Herz und eine Seele sind.

Wenn sich die beiden kabbeln, kreischen und jagen, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. So lange kein Blut fließt, ist alles in Ordnung.

Die beiden ziehen in einen Käfig ein
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem beide in einen Käfig gehen. Zunächst ist es vielleicht reine Neugier und um zu sehen, ob der andere nicht viel bessere Leckereien oder Spielzeuge hat.

Wenn beide in einem Käfig sitzen, sollten Sie sich ein wenig zurückziehen und nur beobachten. Die Zeitspannen, in den die beiden zusammengelassen werden, können von Ihnen immer ein bisschen länger ausgedehnt werden.

Nun ist Ihre Geduld gefragt. Manchmal geht es ganz schnell, die beiden verstehen sich auf Anhieb. Manchmal dauert es etwas länger – 2 bis 3 Wochen sind ganz normal.

Wenn Sie der Meinung sind, dass die beiden sich verstehen und zusammen sein wollen, ist es Zeit, dass sie auch einen gemeinsamen Käfig bewohnen. Der "Kennenlernkäfig" wird weggestellt.

Das neue gemeinsame Zuhause
Der Käfig, den die beiden als ihr neues, gemeinsames Zuhause ausgewählt haben, muss nun komplett umgestaltet werden, d.h. das Spielzeug wird an eine andere Stelle gehängt oder neues aufgehängt. Die Stangen werden verändert, die Schaukel bekommt einen neuen Platz, die Futternäpfe eine neue Reihenfolge etc.

Dadurch hat keiner der beiden einen Heimvorteil. Nun können beide den Schlafplatz aussuchen und ihr Lieblingsspielzeug wählen.

Geschafft
Von nun an, werden Sie viel Spaß haben, die beiden beim Spielen und Schmusen zu beobachten. Und haben Sie keine Angst, dass Sie vergessen werden könnten. Die beiden werden Ihnen zeigen, wie glücklich sie sind und Sie in ihren kleinen Schwarm aufnehmen.

Je jünger die Vögel sind, um so einfacher ist die Vergesellschaftung. Aber auch ältere Vögel brauchen einen Partner. Im letzteren Fall ist manchmal etwas mehr Geduld erforderlich, aber sicherlich werden Sie auch hier mit einem glücklichen Papageienpärchen belohnt.

Zusammenfassung
Zwei Käfige so nebeneinander stellen, dass die Vögel durch Rufen und Sehen Kontakt aufnehmen können, sich aber nicht mit Schnabel und Krallen erreichen.

Freiflug unter Aufsicht. Wenn sich die beiden kabbeln, in die Füße beißen, kreischen und jagen, nicht eingreifen.

Wenn beide in einen Käfig gehen, "Kennenlernkäfig" wegstellen.

Neues gemeinsames Zuhause umgestalten: Spielzeug anders verteilen, neues Spielzeug aufhängen, Futternäpfe anders befüllen, Sitzäste umgestalten.

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