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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten zu etwas spezielleren Problemen.

Selbstbedienung ist angesagt

In der freien Natur verbringen die Vögel sehr viel Zeit mit der Futtersuche. Als Haustiere gehaltene Papageien bekommen ihr Futter im Napf serviert. So können sie diese Zeit mit etwas anderem verbringen. Doch womit? Mit übertriebener Gefiederpflege bis hin zum Ausrupfen der Federn?

Das ist jetzt ein krasses Beispiel. Es soll jedoch verdeutlichen, dass es Papageien sehr schnell langweilig wird, wenn sie nicht gefordert werden. Verhaltensstörungen, Federzuseln und –rupfen können die Folge der Langeweile sein.

Mit ein wenig Fantasie können wir die Lebensqualität unserer in "Gefangenschaft" gehaltenen Papageien verbessern. Denn wir wissen, dass sie in freier Natur den größten Teil des Tages mit der Futtersuche beschäftigt sind. Dann versuchen wir doch einfach, ihnen diese Futtersuche auch bei uns zu Hause beizubringen.

Futter an verschiedenen Stellen verstecken
Wie in der freien Natur muss sich der Papagei nun auch bei uns zu Hause sein Futter suchen. Selbstverständlich sollte nicht das ganze Futter von einem auf den anderen Tag an verschiedenen Stellen versteckt werden. Sie brauchten ihr Futter in der Vergangenheit nicht zu suchen und sind in dieser Hinsicht "eingerostet". Deshalb muss der natürliche Instinkt zunächst einmal wieder geweckt werden.

Ein wenig Einfühlungsvermögen und vorsichtiges Vorgehen ist nun gefragt. Die erste Zeit können und sollten Ihre gefiederten Freunde ruhig zuschauen, wenn Sie das Futter verstecken. So wird zunächst ihre Neugier geweckt. Natürlich wird nicht gleich alles Futter aus den Näpfen verbannt. In die Näpfe wird etwas weniger getan, dafür gibt es an diesen Tagen mehr Leckerlies, die allerdings versteckt bzw. "erarbeitet" werden müssen.

Der Futterspieß
Beginnen kann man sehr gut mit Obst und Gemüse. Neben der täglichen Obstration wird an einem Futterspieß zum Beispiel ein kleiner, ganzer Apfel befestigt. Der Futterspieß (ersatzweise leistet ein Schaschlikspieß aus Edelstahl gute Dienste) wird so angebracht, dass der Vogel sich bewegen muss, um an den Apfel bzw. sein Lieblingsobst zu gelangen.

Mit einem kompletten Maiskolben ist der Papagei eine Weile beschäftigt, eine kleine Paprikaschote am Spieß ist eine Herausforderung, aufgespießter Broccoli oder Möhre ist plötzlich auch begehrenswert. Hängen Sie den befüllten Spieß jeden Tag an eine andere Stelle.

"Futtersuchbaum"
Ein dichter, großer Ast in einem Christbaumständer wird schnell zum Futtersuchbaum, indem verschiedene Körner, Nüsse oder Obststücke zwischen oder auf den Ästen versteckt werden. Gleichzeitig haben Sie mit diesem Ast einen schönen Vogelbaum, indem ihre gefiederten Hausgenossen klettern und nagen können.

Während am ersten Tag das Futter sichtbar ist, wird es am nächsten Tag so in dem Ast versteckt, dass der Vogel zwar weiß, es ist da, es aber nicht sehen kann. Nehmen Sie jeden Tag andere Plätze in dem Ast, um verschiedenes Futter zu verstecken. So wissen ihre Krummschnäbel zwar das es dort etwas zu futtern gibt, aber nicht, wo genau es ist. Sie lernen dadurch jeden Tagen den Ast nach Futter zu durchsuchen.

Futterstationen
Die Futternäpfe hängen immer gut gefüllt in einer Reihe an der gleichen Stelle. Mit diesem Service ist es jetzt vorbei. Ihre Krummschnäbel finden nun an verschiedenen Stellen und unterschiedlichen Ebenen ihre bekannten Futternäpfe.

Und damit die Federlosen auch etwas zu tun haben, wird das Futter nun sortiert. In einen Napf kommt eine kleine Menge von den Sonnenblumenkernen hinein, in den anderen die kleineren Saaten, ein weiterer enthält dann zum Beispiel ein paar Maiskörner, Teil eines Hirsekolbens, ein paar Stücke Obst, Nüsse usw.

Diese Art der "Fütterung" stimuliert Papageien auch in anderen Bereichen ihrer Voliere nach Futter zu suchen.

Verdeckte Futterstationen
Jetzt wissen ihre Papageien, das die Näpfe Futter enthalten. Also, machen wir es den pfiffigen Kerlchen ein bisschen schwerer. Das Futter wird wie vorher in die Näpfe getan, darüber kommt ein Stück Pappe, Papier oder eine Filtertüte (ungebleicht). Es kann sein, dass ihre Papageien ein paar Tage Zeit benötigen, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass die Näpfe Futter enthalten, obwohl es nicht zu sehen ist. In einem nächsten Schritt wird das Futter dann in die Filtertüte getan, zugebunden und in den Napf getan.

Spielzeuge als Futterversteck
Mittlerweile gibt es einige Spielzeuge, in denen man Futter verstecken kann. Mit diesen Dingen können sich kleine und große Papageien sehr lange beschäftigen. In unserem Shop finden Sie diese in der Rubrik "Denker und Stöberer".

Ein einfaches und lustiges Spielzeug ist der Futternapf. Nehmen Sie ein paar Nüsse (Menge je nach Größe des Vogels), tun Sie sie in den Napf und geben kleine Holzstückchen, Holzperlen, klein geschnittene frische Äste hinzu und mischen sie alles. Ihre gefiederten Hausgenossen werden viel Freude bei der Suche haben.

Mit ein bisschen Kreativität finden Sie bestimmt noch andere Möglichkeiten, Ihre Papageien sinnvoll zu beschäftigen. Sie werden sehen, wieviel Spaß es den kleinen und großen Krummschnäbeln macht, etwas Neues zu probieren. Dann bleibt zum Schluß für uns noch ein Ausspruch von unserem Gelbbrustara Pablo: "Jetzt ist alle".

www.papageien-aue.de, Dezember 2008

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