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Ernährung

Allgemeines

In unseren Artenbeschreibungen gehen wir im einzelnen auf die Ernährung der verschiedenen Papageienarten ein, deshalb wollen wir an dieser Stelle nur einige gemeingültige Tipps geben.

Grundsätzlich gilt natürlich, dass Papageien sehr abwechslungsreich ernährt werden sollten. Die Grundnahrung stellen Körnermischungen und verschiedene Samen dar. Hinzu kommt ein geringer Anteil an Nüssen. Dazu gibt es Obst, Gemüse und Wildkräuter.

Wir füttern unsere Tiere zweimal am Tag (morgens und nachmittags); mindestens ebenso oft erhalten sie frisches Wasser. Um nicht immer gleich abwaschen zu müssen, halten wir genügend saubere Näpfe zum Austausch bereit. Wer das Geld hierfür jedoch nicht ausgeben möchte, kann die Näpfe natürlich auch vor jeder neuen Befüllung gründlich reinigen. Außerdem sollten sie einmal pro Woche desinfiziert oder aber mit in die Geschirrspülmaschine gegeben werden.

Körnermischungen

Bei den Körnermischungen favorisieren wir den Loro Parque Mix. Diese in Zusammenarbeit mit dem Loro Parque in Teneriffa entwickelten Futtermischungen enthalten angereicherte Körner- und Samenmischungen mit extra Nahrungselementen, speziell zusammengesetzt für die einzelnen Papageienarten. Alle Prestige Premium Loro Parque-Mischungen sind mit einem sehr abwechslungsreichen Angebot von Samen und Getreidesorten versehen und enthalten darüber hinaus eine Anzahl von Leckereien für Papageien.

Die Grundnahrung ist jeweils angereichert mit Maxi VAM Körnchen, die für eine Extrazufuhr von Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien sorgt. Diese artenspezifischen Mischungen wurden in Beratung mit dem wissenschaftlichen Team vom berühmten Loro Parque Teneriffa zusammengestellt und werden im Park als Basisfutter für alle Papageien verwendet. Sie stehen seit einiger Zeit jedem Papageienliebhaber zur Verfügung (und werden auch von uns verkauft).

Sämereien und Nüsse

Über diese Grundnahrung hinaus verfüttern wir Sämereien, wie z.B. Buchweizen, Dari, Haferkerne, Hanfsaat, Kardi, Kürbiskerne, Leinsaat, Paddy-Reis, Rohreis und Weizen.

Dazu gibt es (in geringer Menge, damit die Tiere nicht fett werden) Nüsse, wie z.B. Macadamia-Nüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne. Gerade bei Nüssen muss auf eine wirklich sehr gute Qualität Wert gelegt werden, da falsch gelagerte Nüsse zu schweren Atemwegserkrankungen führen können! Aus diesem Grunde ist auch auf ungeschälte Erdnüsse und Zirbelnüsse generell zu verzichten.

Obst und Gemüse

Unverzichtbar bei der Ernährung der Tiere sind Obst (wie z.B. Ananas. Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Mangos, Nekarinen, Papayas etc.) und Gemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Gurken Kohlrabi, Mangold, Möhren, Tomaten, Zucchini, getrocknete Pepperoni etc.) sowie diverse Salate (grüner Salat, Chicoree, Petersilie usw.).

Hierbei ist natürlich darauf zu achten, dass evtl. gespritzte Ware sehr gut gewaschen und abgetrocknet wird.

Grünes aus der Natur

Auch die freie Natur bietet vom Frühjahr bis zum Herbst einen reich gedeckten Tisch, an dem man sich zugunsten seiner Vögel bedienen kann. Wir denken dabei z.B. an Gras, Löwenzahnblüten- und blätter, Vogelmiere, allerlei Wildkräuter, aber auch reife Holunderbeeren (Achtung: Zweige sind giftig!), Vogelbeeren, Hagebutten etc.

Hier sollte darauf geachtet werden, dass nichts gepflückt wird, was mit landwirtschaftlichen Spritzmitteln in Berührung gekommen sein kann und natürlich sollte das Futter auch nicht gerade an stark befahrenen Straßen gesammelt werden, wo es mit Auspuffabgasen in Berührung gekommen ist. Und natürlich sollte man sich sicher sein, nichts Giftiges zu verfüttern!

Vitamine

Wenn Papageien abwechslungsreich und hochwertig ernährt werden, ist eine regelmäßige zusätzliche Vitamingabe eigentlich nicht erforderlich. In Zeiten der Mauser oder in besonderen Stresssituationen kann jedoch ein Multivitaminpräparat verabreicht werden.

Mineralien

Da Papageien im Freiland zur Deckung ihres Mineralstoffbedarfs Erde aufnehmen, sollte den Tieren auch in Gefangenschaft ein adäquates käufliches Produkt ständig zur Aufnahme zur Verfügung stehen. Dasselbe gilt für unlöslichen Grit.

Tierisches Eiweiß

Ab und an benötigen Papageien tierisches Eiweiß. Dies kann in Form von Insektenlarven zugeführt werden oder über hartgekochtes Ei, Eierschalen, Joghurt etc. Manche Tiere mögen auch gekochtes Hühnerfleisch. Die Insektenlarven müssen Sie übrigens nicht selbst sammeln, sondern können sie getrocknet im Handel erwerben. Am besten probieren Sie aus, was Ihren Tieren gut schmeckt und wechseln dann ein wenig ab.

MUSTERFÜTTERUNG

Morgens:
1 Napf Körner-/Samenmischung
1 Napf Obst/Gemüse/Grünes
1 Napf Wasser

nachmittags:
1 Napf Körner-/Samenmischung
1 Napf Nüsse
1 Napf Wasser

sowie ein- bis zweimal wöchentlich tierisches Eiweiß
und ein- bis zweimal wöchentlich Grit bzw. Grit als Dauernapf.

Dies gilt natürlich nicht für Loris und andere nektartrinkende Arten.