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Infos zu unseren kleinen Aras

Tschüss

Hi, ich bin eigentlich schon weg, aber ich will es auf keinen Fall versäumen, tschüss zu sagen. Ich habe eine neue Familie gefunden, bei der ich in Zukunft leben werde. Ein bisschen nervös bin ich schon, denn dort wartet auch ein Ara-Mädel auf mich. Meine Körnerbringerin hat gesagt, dass ich das Herz des Ara-Mädels im Sturm erobern werde. Also, drückt mir die Daumen.

Demnächst wird ihr hier von anderen Krummschnäbeln hören. Es dauert bestimmt nicht mehr lange. Also, macht es gut.

Dienstag, 6. März 2012 -------------------------

Mal kurz "Hallo" sagen

Nach langer Zeit will ich mich mal wieder melden. Mein Bruder Ricardo hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Nun bin ich allein. Deshalb muss meine Körnerbringerin andauernd mit mir spielen und lernen und hat kaum noch Zeit zum Schreiben.

In den letzten Wochen war es ein wenig stressig, aber ich habe auch sehr viel Neues gelernt und erlebt. Mittlerweile beherrsche ich die Kommandos "Auf", "Ab" und "Komm" aus dem FF. Ich kann ziemlich gut fliegen und vor allem auch landen. Die Flugübungen waren nicht so einfach.Fliegen klappte ganz gut, aber mit der Landung war das manchmal so ein Problem. Obwohl meine Körnerbringer immer sprungbereit waren und mir ihre Arme als Landeplatz anboten, hatte ich manchmal eigene Ideen. Manche konnte ich durchführen, manche gingen voll daneben. Jedenfalls habe ich festgestellt, dass die beiden Körnerbringer mehr Angst bei meinen Übungen hatten als ich.

Gestern als die Sonne so schön schien, sind meine Körnerbringer mit mir nach draußen gegangen. In der Außenvoliere wachsen richtige Sträucher. Ich muss gestehen, dass mir die Äste so ohne zwei Enden etwas sehr spanisch vorkamen. Ich habe sie zwar mal mit dem Schnabel angetippt, aber raufgetraut habe ich mich noch nicht.

Zur Spielstunde komme ich aus meiner Voliere heraus. Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich einen Stift bekommen. Bestimmt soll ich jetzt üben, damit ich zukünftig selber schreiben kann. So etwas ähnliches hat meine Körnerbringerin gesagt. Allerdings ist es ein richtiger Stift für Papageien und ich bezweifle, dass er im medialen Zeitalter noch das bringt, was man von ihm verlangen könnte.

Donnerstag, 23. Februar 2012 -------------------------

Sonnenschein genießen

Heute wollen wir mal zeigen, wie wir die Sonne genießen, wenn sie da ist. Unsere Voliere steht sehr günstig, so dass wir nicht nur einen guten Ausblick haben, sondern auch die Sonne hereinscheint.

Armando ist ein richtiger Sonnenanbeter. Immer muss er sich vordrängeln und lässt sich die Sonne richtig ins Gesicht scheinen. Aber ich schaffe es schon, ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Ein wenig an Armando heranschneckeln, Köpfchen runter und schon dreht er sich zu mir.

Köpfchen wieder hoch und noch mal runter und schon kann ich mir die Sonne auch ins Gesicht scheinen lassen.

Übrigens, ich habe bei meiner Körnerbringerin mal nachgeschaut. Sie hat auch nichts Faustdickes hinter den Ohren. Jedenfalls habe ich fest- gestellt, dass wir Aras es auf gar keinen Fall haben können, weil wir keine Ohrmuscheln haben. Bei uns passt gar nichts dahinter. Unsere Ohren sind nur von ein paar Federn bedeckt.

Freitag, 20. Januar 2012 -------------------------

Ricardo

Hi, ich bin Ricardo. Armando hat ja schon erzählt, dass wir gemeinsam in einer großen Voliere sind. Nachdem wir alles erkundet hatten, habe ich angefangen, die Inneneinrichtung ein wenig umzugestalten. Nicht viel - aber ein bisschen musste unbedingt weg.

Es ist eigentlich ganz einfach, wenn man erst einmal heraus hat, wie die Knoten aufgehen. Armando und ich sind darin ein gutes Team. Natürlich spielen wir erst ausgiebig mit dem aufgehängten Sachen und erst wenn wir damit fertig sind, machen wir uns an die Demontage. Das ist manchmal richtig anstrengend.

Nach getaner Arbeit müssen wir uns meist ein bisschen ausruhen. Ich setze mich dann auf meinen Lieblingsast und mache ein ganz unschuldiges Gesicht. Schaut mal - man kann mir doch nicht unterstellen, dass ich irgendwelchen Unsinn mache, oder?

Ich habe es faustdick hinter den Ohren, sagt meine Körnerbringerin, wenn ich ihr meine Kralle gebe, damit sie mich ein bisschen krault. Ich habe Armando gebeten, mal hinter meine Ohren zu schauen, aber er hat überhaupt nichts gesehen. Und bei ihm ist auch nichts hinter den Ohren. Morgen schau ich mal bei der Körnerbringerin nach, vielleicht ist es da faustdick dahinter?!

Donnerstag, 19. Januar 2012 -------------------------

Armando

Hallo, ich bin Armando. Ich bin ein Gelbbrustara-Junge und lebe hier mit meinem Bruder Ricardo in einer großen Voliere. Ricardo wird sich auch noch vorstellen.

Bis vor kurzem hatten wir ja Catalina und Fernando als Nachbarn. Sie sind jetzt ausgezogen, haben uns aber eine Menge Tipps und Tricks verraten. Auch von unseren anderen Nachbarn Pablo und Evita haben wir uns schon eine Menge abgeschaut.

Unsere Voliere haben wir ausgiebig erkundet, die neuen Äste schön fleißig entrindet und beknabbert. Außerdem können wir bereits Knoten aufmachen. Das Knotenproblem lösen wir in Teamarbeit. Es ist ganz toll, wenn alles Angehängte dann auf den Volierenboden fällt.

Wir haben eine Menge Spaß damit - unsere Körnerbringer sind davon nicht so begeistert. Aber im Moment hängen sie es brav wieder auf. Offenbar tun sie nur so, als ob es ihnen keinen Spaß macht. Schließlich dürfen sie ja die Knoten schließen.

Mittwoch, 18. Januar 2012 -------------------------

...und tschüss

Wir haben uns lange nicht mehr gemeldet - aber es war sehr viel los. Heute wollen wir uns verabschieden. Catalina und ich, Fernando, haben unser Zuhause gefunden.

Ein paar Bilder noch von unseren Spielrunden, die wir mit unseren Unbefiederten veranstaltet haben. Unsere neuen Körnerbringer werden bestimmt auch so viel Zeit investieren, mit uns spielen und schmusen.

Von unseren neuen Nachbarn hatten wir ja letztens berichtet. Es sind 2 schöne Gelbbrust-Jungs. Wir wussten das ja schon vorher, haben aber nichts gesagt. Die beiden sind sehr nett und haben schon eine Menge von uns gelernt.

Ab jetzt werden Armando und Ricardo hier weiterberichten. Es wird bestimmt lustig, denn wir haben ihnen so ein paar Tipps und Tricks verraten. Also viel Spaß mit den beiden.

Montag, 16. Januar 2012 -------------------------

Frohes neues Jahr

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr. In letzter Zeit war es richtig turbulent. Wir bzw. unsere Körnerbringer hatten gar keine Zeit etwas über uns zu schreiben. Tippen können wir nämlich nicht, da sind wir ganz und gar auf die Unbefiederten angewiesen.

Es hat sich viel getan. Unsere Schwester Lucia hat ein neues Zuhause gefunden. Dort wartete bereits ein gefiederter Freund auf sie. Wir vermissen sie natürlich, freuen uns aber auch für sie.

Auch unsere Nachbarn, die beiden Loris, sind ausgezogen. Sie sind mit dem Flugzeug in ihr neues Zuhause geflogen. Das hat uns ein wenig verwundert. Schließlich haben die ja Flügel und können selber fliegen, warum brauchen sie dann ein Flugzeug?

Aber wir haben auch wieder neue Nachbarn bekommen. Es sind zwei Gelbbrustaras wie wir. Sie sitzen jetzt in der großen Voliere nebenan, sind etwas jünger als wir. Durch das Gitter haben wir schon Kontakt aufgenommen. Unsere Menschen lassen jetzt eine DNA-Analyse machen, aber wir wissen bereits wer Mädel und Junge ist. Aber das bleibt erstmal unser Geheimnis.

Montag, 2. Januar 2012 -------------------------

Neue Nachbarn

Seit ein paar Tagen sind noch ein paar Nachbarn bei uns in den Raum eingezogen. Es sind zwei junge Loris. Sie sind schon interessant und sehr witzig - allerdings fordern sie auch Zeit von unseren Körnerbringern. Zugegeben, das macht uns ein wenig eifersüchtig.

Deshalb haben wir drei beschlossen, das die Unbefiederten nicht mehr an uns vorbeikommen. Unsere Voliere steht strategisch gut, so dass wir alles mitbekommen. Sobald einer der Körnerbringer den Raum betritt, springen wir an das Gitter und verfolgen sie mit schmachtenden Blicken. Natürlich kann man uns nicht widerstehen.

Da die Körnerbringer nur über 2 Hände verfügen, drängen wir uns ganz dicht zusammen. Und dann lassen wir uns erst einmal durch das Gitter kraulen. So bekommt jeder von uns dreien was ab.

Übrigens, der Nikolaus hat uns doch noch etwas gebracht. Nachdem wir unsere Voliere total umgeräumt, den Boden mit einigen Ästen und Spielzeug dekoriert hatten, haben wir einen ganz großen Zapfen bekommen, indem lauter Leckereien versteckt waren. Da haben wir eine ganze Weile dran zu knabbern.

Mittwoch, 7. Dezember 2011 -------------------------

Kunst

Heute gibt es ein sehr schönes Foto von mir, Lucia. Catalina hat ihren Flügel zur Verfügung gestellt, um mir den richtigen Rahmen zu geben. Ich finde es sehr kunstvoll.

Heute ist ja Nikolaus-Tag. Leider haben wir keine Stiefel, in die man etwas füllen könnte. Aber unsere Körnerbringerin wird sich hoffentlich etwas einfallen lassen, worin man Papageien-Leckerlis gut verstecken kann - natürlich so, dass wir sie auch finden. Sonst macht das ja keinen Sinn.

Noch haben wir nichts gefunden. Wir haben unter dem Papier vom Volierenboden nachgeschaut - aber da war nichts. Fernando hat extra eine Ecke vom Papier befreit, aber es war absolut nichts da. Dabei waren wir so artig.

Aber der Tag ist ja noch nicht zuende, bestimmt bekommen wir noch etwas ganz Tolles.

Dienstag, 6. Dezember 2011 -------------------------

Die Gesichtshaut

Nach einem langen Wochenende möchten wir uns heute wieder zurückmelden. Uns dreien geht es sehr gut. Wir beschäftigen uns jeden Tag mit neuen Dingen und lernen viel dazu - manchmal machen wir aber auch nur Unsinn, sagt unsere Unbefiederte.

Damit man sieht, dass wir uns auch mit ganz, ganz wichtigen Sachen beschäftigen, will ich (Catalina) heute mal ein paar Worte zu unserer Gesichtshaut sagen. Zur besseren Anschauung ging unser Körnerbringer mit dem Fotoapparat ganz nah an mich heran.

Meine Gesichtshaut ist weiß und zugegeben, sie sieht ein wenig faltig aus. Meine Gesichtszeichnung, die schwarzen Linien, bestehen aus lauter kleinen schwarzen Federn. Auch diese kann ich einfach aufstellen. Über dem Schnabel befinden sich meine Nasenlöcher. Um sie herum sind kleine schwarze Härchen. Wenn ich sehr aufgeregt oder mich sehr angestrengt habe, färbt sich die Haut über den Nasenlöchern rosa. Die Haut ist nämlich sehr zart und fein und man sieht dann die stärkere Durchblutung.

So, da soll noch mal einer sagen, wir Aras haben nur Unsinn im Sinn. Wir können auch richtig klug daherreden. Aber jetzt ist genug mit der Lehrstunde. Unsere Körnerbringerin hat gerade ein neues Spielzeug aufgehängt, das sieht sehr interessant aus und muss unbedingt einer Schnabelprobe unterzogen werden.

Mittwoch, 30. November 2011 -------------------------

Schmusestunde

Ich, Catalina, habe ja schon mal erzählt, dass ich neben einem Gourmet- auch ein ausgesprochener Schmuseara bin. Natürlich ist es immer etwas schwieriger, mehr Schmuseeinheiten als die anderen zu bekommen. Deshalb habe ich jetzt eine Masche entwickelt, mit der ich mein Ziel ganz sicher erreiche.

Wenn ich erst einmal auf dem Arm bin - ich gehe nämlich immer ganz artig darauf, wenn das Kommando "auf" kommt - werfe ich meinem menschlichen Gegenüber einen schmachtenden Blick zu. Gleichzeitig stelle ich alle meine Kopffedern auf.

Wenn noch jemand auf dem Arm sitzt, wie hier auf dem Bild Lucia, dränge ich sie ganz sanft weg, so dass der ganze Arm mir gehört. Ich schaue meinem Gegenüber noch einmal tief in die Augen und kann schon spüren, wie es dahinschmelzt.

Dann ducke ich mich ein bisschen, mache mein Babygesicht und schon ist es um meine Körnerbringerin geschehen. Mir könne man einfach nicht widerstehen, meint sie. Finde ich auch!

Freitag, 25. November 2011 -------------------------

Sind wir nicht schön?

Lucia und ich, Catalina, haben beschlossen heute einen Mädel-Wellness-Tag einzulegen. Ein ausgiebiges Bad haben wir bereits genommen. Das sieht man ja auch an unserem Gefieder. Es sieht wunderschön aus, sagt unsere Körnerbringerin. Wir finden das auch.

Jetzt, wo wir wieder trocken und geputzt sind, freuen wir uns auf eine schöne Massage. Zuerst wird von den Unbefiederten das Köpfchen gekrault, dann unter den Flügeln weitergemacht. Ich mag das ganz besonders gern. Meist schlüpfe ich dann noch halb unter die Jacke und genieße die Schmusestunde so richtig.

Lucia hat bei der Gelegenheit gleich eine neue Frisur probiert. Die Kopffedern sind alle hochgestellt. Wir brauchen dazu im Gegensatz vom Menschen kein Gel oder Spray. Wir stellen einfach unsere Kopffedern auf und schon ist die Sache erledigt. Sieht doch gut aus, oder?

Ich kann das natürlich auch, aber jetzt muss ich erst einmal schauen, dass ich noch ein paar mehr Streicheleinheiten bekommen. Deshalb mache ich mein Baby-Gesicht.

Donnerstag, 24. November 2011 -------------------------

Ein Schwätzchen mit den Nachbarn

Wir hatten ja schon mal nebenbei erwähnt, dass wir ein paar nette Nachbarn haben. Heute will ich, Lucia, mal etwas über die und uns berichten. Die beiden, Pablo und Evita, sind sehr nett und deshalb halten wir mehrmals am Tag ein kleines Schwätzchen.

Wie man auf den Bilder sehen kann, klammern wir uns ans Gitter und unsere Nachbarn auch. Wir benutzen natürlich die Arasprache, denn unsere Körnerbringer müssen ja nicht alles mitbekommen. Pablo und Evita unterhalten sich ab und zu auch in Menschensprache. Das sind dann sicherlich Geheimnisse, die wir nicht mitbekommen sollen. Denn wir sind noch zu jung dazu. Fernando übt schon fleißig die Menschensprache und kommentiert jeden Satz der Unbefiederten mit einem "Aha".

Aber zurück zu unserer Unterhaltung in der Arasprache. Es ist immer ein ganz netter Plausch und wir lernen eine Menge von den beiden älteren. Unsere Körnerbringerin meint zwar, die Entfernung sei nicht so groß, dass wir so lautstark plaudern müssten, aber schließlich muss jeder zu "Wort" kommen und dann ist es schon mal ein wenig mehr als Zimmerlautstärke.

Manchmal müssen wir unsere Körnerbringer schließlich auch warnen, wenn wir zum Beispiel ein Eichhörnchen auf den Außenvolieren entlangklettern sehen oder es schleicht eine Katze vorbei oder eine Krähe fliegt vorbei oder ein Auto kommt oder Spaziergänger sind zu sehen - es gibt einfach so viele Dinge.

Ich glaube, dass die Unbefiederten sehr froh darüber sind, dass wir so auf sie aufpassen. Sie können es nur nicht immer zugeben.

Mittwoch, 23. November 2011 -------------------------

Flügelschlagen ohne abzuheben

Hi, hier ist Fernando. Heute möchte ich euch zeigen, wie unser Lieblingsspiel "Flügelschlagen" so abläuft. Ich hatte ja schon erzählt, dass wir das total gerne machen. Am liebsten, wenn gerade der Volierenboden mit frischem Papier ausgelegt wurde oder Fotos gemacht werden.

Erst einmal muss für einen festen Stand gesorgt werden, so dass man nicht ausversehen abhebt. Dazu werden die Krallen fest in den Arm des Körnerbringers gebohrt. Am besten ist dies auf der bloßen Haut. Das man fest genug sitzt, sieht man an dem etwas schmerzverzerrtem Gesicht des Unbefiederten. Dann werden die Flügel angehoben.

Und dann geht es richtig los. Flügel einfach rauf und runter - ziemlich schnell. Achtung, man kommt ziemlich außer Puste und bekommt unheimlich Auftrieb, also festkrallen! Das leidende Gesicht des Körnerbringers kann man jetzt nicht mehr sehen, denn seine Haare fliegen durch das Flügelschlagen ziemlich heftig. Damit die Brille auf der Nase bleibt, muss er seinen Kopf wegdrehen.

Aber das gehört alles zum Plan. Jetzt hält der Körnerbringer seinen Arm weit ausgestreckt und ganz hoch und man hat einen wunderbaren Überblick über alles. Es könnte stundenlang so weitergehen, wenn die Unbefiederten mehr Ausdauer hätten. Doch denen geht immer ziemlich schnell die Puste aus.

Meine beiden Schwestern beherrschen das Spiel auch sehr gut - aber ich bin darin meisterhaft.

Dienstag, 22. November 2011 -------------------------

Unser Futter

Hallo, hier ist Catalina. Heute will ich mich mal wieder zu Wort melden, weil es um Futter geht und ich der Gourmet von uns Dreien bin.

Für uns kleine Aras ist es ganz wichtig, dass wir genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bekommen, sagt unsere Körnerbringerin. Deshalb bekommen wir neben Obst, Gemüse und Körnern einen speziellen Brei, der alles enthält. Dieser wird aus Zwieback und Nekton Lori Pulver hergestellt. Darüber kommt dann noch ein wenig Korvimin.

Das Nekton Lori Pulver ist eigentlich als Alleinnahrung für Loris gedacht. Es wird mit warmen Wasser angemischt und enthält so ziemlich alles, was man als Papagei braucht (übrigens, Nekton Lori bekommt man im guten Fachhandel oder bei uns im Shop:-)). Der Zwieback wird mit dem Nekton Lori Pulver bestreut, dazu kommt etwas Wasser und Korvimin (Vitaminpräparat), danach wird alles mit der Gabel zu einem delikaten Brei vermengt.

Ganz ehrlich, mir ist es egal, was da alles drin ist. Hauptsache es schmeckt - und das tut es. Wenn ich meinen Schnabel in den Napf stecke, kann ich gar nicht an mich halten. Manchmal bekommen wir noch ein zerquetschte Banane unter den Brei gerührt oder andere Leckereien.

Eigentlich ist der Brei ja nur für uns Kleine gedacht. Aber unsere Nachbarn, Pablo und Evita, bekommen den immer noch, weil sie ihn so gerne mögen. Unsere Körnerbringerin sagt, das ist gut so. Denn auch die Großen brauchen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Freitag, 18. November 2011 -------------------------

Besuch

Gestern hatten wir Besuch, deshalb konnten wir uns nicht melden. Der junge Mann, ein Unbefiederter, war sehr interessant. Er ist mit unserer Körnerbringerin in unsere Voliere gekommen, weil er allein noch ein wenig Respekt vor unseren Schnäbeln hatte.

Ich schaute mir den Unbefiederten genau an und entdeckte sehr interessante Sachen an ihm. Fernando sagte ich zu mir, jetzt ist die Gelegenheit für dich gekommen. Als erstes bemerkte ich ein Glitzern und Blinken an seinen Ohren. Er hatte da ganz tolle Ohrringe, ich glaube man nennt das heute Piercing. Da musste doch irgendwie dran zu kommen sein.

Zunächst kletterte ich bereitwillig auf seinen Arm. Dann versuchte ich es mit Hypnose. Ich schaute dem Mann ganz fest in die Augen und knabberte ganz zärtlich an seinem Shirt. Dann ging ich ganz langsam seinen Arm zur Schulter herauf. Jetzt war ich fast am Ziel. Als ich zu den Glitzerdingern wollte, schritt leider meine Körnerbringerin ein. Es folgte ein "Nein" und ich wurde mit "Ab" auf einen Ast gesetzt.

Aber natürlich gab ich nicht auf. Während meine Schwester sich ausgiebig kraulen ließen, hüpfte ich wieder auf die Schulter des jungen Mannes. Das ging sehr schnell. Allerdings war ich so fasziniert von den Ohrringen, das ich ganz vergaß, sie mir zu holen. So starrte ich sie nur an. Mittlerweile saßen alle auf dem Boden der Voliere und spielten - da musste ich natürlich auch hin. Schließlich waren da noch so interessante Sachen wie Schuhe, Jeans und Shirt. Die untersuchte ich erst mal.

Auch diesmal konnte unsere Körnerbringerin keine Bilder machen, aber das holen wir nach - und dann habe ich eine neue Chance an die Ohrringe zu kommen.

Donnerstag, 17. November 2011 -------------------------

Flugversuch

So, es ist uns geglückt - wir haben die ersten Flugversuche außerhalb unserer Voliere geschafft. Also, Fernando und ich - Lucia. Catalina hat währenddessen lieber mit ihrem Körnerbringer herumgeschmust. So hat überhaupt alles angefangen.

Ich habe von meinem Körnerbringer noch ein paar Betthupferl bekommen und danach ein paar Streicheleinheiten. Als ich mich genug ausgeruht hatte, war ich zu neuen Taten bereit. Ich schaute mich um und dachte, ein kleiner Flugversuch könnte nichts schaden. Gedacht - getan. Ehe mein Körnerbringer es merkte, war ich schon unterwegs. Mit dem Fliegen klappt es schon ganz gut, an der Landung muss ich noch ein bisschen arbeiten. Nach dem Ausflug kam ich dann in meine Voliere.

In der Zeit bekam Fernando von unserer Körnerbringerin sein Betthupferl. Natürlich beobachtete er meinen Ausflug und man sah, das er ebenfalls so etwas plante. Flugs kletterte er der Körnerbringerin auf die Schulter und startete. Er flog ziemlich hoch und an die Voliere unserer Nachbarn, ebenfalls Gelbbrustaras, aber schon viel älter.

Das fanden unsere Nachbarn allerdings nicht so gut. Vor allem Evita nicht. Sie stürmte gleich zu dem Platz an dem Fernando hing. Fernando hat sich ziemlich erschrocken und schrie vorsichtshalber schon mal. Unsere Körnerbringer pflückten ihn dann vom Gitter, aber da startete er zum zweiten Mal. Wieder mit der gleichen Landung an der Nachbarsvoliere. Und das Spiel ging von vorne los. Dann konnten unsere Körnerbringer ihn wieder nehmen, denn er war zwischenzeitlich auf dem Boden gelandet.

Es gibt leider keine Bilder von unseren Flugausflug. Die Kamera lag nämlich an einem anderen Platz und unsere beiden Unbefiederten hatten was anderes zu tun, als zu fotografieren. Jedenfalls hat es uns sehr viel Spaß gemacht.

Dienstag, 15. November 2011 -------------------------

Hinter Gitter

Hi, hier ist mal wieder Fernando. Ich will euch heute erzählen, was alles so in eine Ara-Voliere reingehört. Wir verbringen ja viel Zeit in unserer Voliere, deshalb sollte die Einrichtung schon stimmen. Zunächst einmal zur Größe: Je größer, je besser. Zur Größe der Voliere gibt es natürlich auch Vorschriften. Denn wir sollten wenigstens unsere Flügel ausstrecken und auch mal ein paar Flügelschläge wagen können, ohne gleich überall anzuecken.

In eine Voliere gehören Naturäste in verschiedenen Stärken. Richtig dicke, die wir mit unseren Füßen nur halb umschließen können. So stoßen unsere Krallen immer gegen das Holz und werden gut abgenutzt. Das lästige Krallenschneiden kann man dann vergessen. Aber auch ganz dünne Äste sind für uns wichtig, denn diese schulen unser Gleichgewicht. Es ist nämlich gar nicht so leicht, auf so einem dünnen Ast zu sitzen. Äste von Obst- und Laubbäumen reicht man uns regelmäßig zum Knabbern.

Eine Schaukel gehört auf jeden Fall in die Voliere - wir lieben Schaukeln. Für uns Aras sollte die schon aus etwas dickeren Ästen bestehen, bzw. einfach ein längliches Brettchen aus unbehandeltem Holz nehmen, Schraubhaken in jede Seite drehen, Edelstahlketten dran und ab in die Voliere damit. Wir werden sie dann schon so verschönern, wie wir es brauchen.

Ein Futtersuchspielzeug oder ein Futterspieß mit Obst ist eine tolle Beschäftigung für uns. Ein kleiner Tipp von mir: Wird das so in der Voliere angebracht, dass wir uns ein wenig anstrengen müssen, um es zu erreichen, sind wir länger beschäftigt. Und natürlich brauchen wir viel Weichholz zum Schreddern, am besten bunte Holzscheiben und -klötzchen.

Auch wenn wir eine wunderschöne und große Voliere haben, müssen wir da auch mal raus. Schließlich wollt ihr Menschen ja auch was von uns haben. In eurer Wohnung können wir dann täglich ein paar Runden drehen, mit euch Verstecken spielen und vielleicht auch mal einen eure Stühle, Schränke oder Bücher verschönern? Was Innenarchitektur angeht, können wir euch wirklich tatkräftig unterstützen!!

Montag, 14. November 2011 -------------------------

Putztag

Unsere Körnerbringerin ist der Meinung, dass heute Großputztag in der Voliere angesagt ist. Wir seien kleine Kotbomber, hat sie gesagt. Wir wissen zwar nicht was das ist, hört sich aber interessant an. Sie hat noch so ein paar Sachen gesagt, aber da haben wir gar nicht mehr hingehört. Denn wir haben uns entschlossen, sie tatkräftig zu unterstützen.

Es ist schon sehenswert, was sie alles in die Voliere schleppt. Wir wollten schon immer wissen, was das so alles ist. Bislang waren wir aber mit unseren Futternäpfen und Ästen so beschäftigt, dass wir gar keine Zeit hatten. Aber nun ist Putzen angesagt.

Zunächst mal der große Eimer. Man kann ihn toll benagen, vor allem den Griff. Im Eimer sind schöne Sachen. Da ist der Schwamm. Zum Grobputzen, sagt unsere Körnerbringerin. Damit man erst einmal alles einweichen kann. Also ganz ehrlich, so viel Dreck ist hier gar nicht. Dann wird alles mit dem Lappen nochmal nachgeputzt und trockengewischt.

Und dann ist da noch eine Bürste. Damit wird das Gitter gereinigt. Das sei keine tolle Arbeit, heißt es. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn die Körnerbringerin mit der Bürste das Gitter abschrubbt, zerstäuben ganz viele feine Wassertropfen und man kann sie mit ein paar Flügelschlägen gut verteilen. Wir sind uns einig - die Bürste ist richtig cool.

Jetzt haben wir aber genug von der ganzen Putzarbeit. Wir machen uns mal schnell aus dem Staub, bevor sie es bemerkt. Schließlich hat man als Papagei ganz andere Aufgaben: Das Futtertablett muss noch ein wenig verschönert werden, die Äste abgenagt usw. usw. Wir sind auch ganz ohne Putzen ziemlich ausgelastet.

Freitag, 11. November 2011 -------------------------

Schreddern

Natürlich kann man mit so einem großen Schnabel auch ganz wunderbar Äste schreddern. Unsere Körnerbringer sagen, dass wir eigentlich Nagetiere sind, aber das glaube ich nicht.

Wir schreddern gerne, denn das ist nicht nur Beschäftigung für unsere Schnäbel, sondern gleichzeitig Pflege. So wird er gut abgenutzt. Wir bekommen in unsere Voliere immer verschieden dicke Äste. Die ganz dicken sind auch zur Pflege unserer Krallen gedacht und die ganz dünnen zur Schulung unseres Gleichgewichts (neben dem Schreddern, versteht sich!). Außerdem enthält die Rinde auch Wertvolles für unsere Gesundheit.

Die Äste stammen von verschiedenen heimischen Laub- und Obstbäumen. Derzeit stehen wir auf Weide. Diese Korkenzieher-Weide lässt sich wunderbar abschälen. So, ich muss jetzt weitermachen, sonst werde ich nie fertig.

Donnerstag, 10. November 2011 -------------------------

Der große Schnabel

So, vorgestellt habe ich mich ja schon. Ich bin es, Fernando. Heute will ich mal meinen großen Schnabel und meine dicke Zunge zeigen. Dazu sind die Federlosen mit ihrer Kamera ganz dicht an mein Gesicht gekommen. Ich habe wirklich überlegt, ob ich dieses Ding nicht mal näher untersuchen soll - mit Schnabel und Zunge.

Mein Schnabel ist sehr groß, ich kann mit ihm Nüsse knacken, Körner entspelzen und unglaublich zärtlich kraulen. Mit meiner Zunge taste ich alles ab - meist natürlich daraufhin, ob es essbar ist.

Jedenfalls habe ich mich erst einmal dagegen entschieden, die Kamera zu zerlegen. Ich habe doch lieber ein paar Flügelschläge gewagt. Es ist ziemlich cool, macht viel Wind und bringt unsere Körnerbringer immer ein wenig durcheinander. Zumal meine beiden Schwestern auch gleich mitmachen. Für das Bild habe ich meinen Flügel einen kleinen Moment extra ruhig gehalten, damit man mal sieht, wie schön mein Gefieder ist.

Mittwoch, 9. November 2011 -------------------------

Flugversuche

Die drei kleinen Aras machen immer größere Fortschritte. Sie sind ziemlich neugierig und aufgeweckt. Momentan gehören Flugübungen zu den spannendsten Aufgaben.

Fernando übt am fleißigsten. Ihm ist es bereits gelungen von einem Ast auf die Schulter zu fliegen - na ja, die punktgenaue Landung hat noch nicht so ganz geklappt. Mit ein paar Flügelschlägen kommt er auch von Ast zu Ast. Catalina macht es ihm bereits nach. Auch sie gebraucht ihre Flügel immer öfter.

Lucia klettert im Moment lieber. Dafür benötigt sie allerdings die ganze Voliere - auch am Volierendach entlang ist kein Problem für sie. Alle drei sind jederzeit zu einer Schmusepause bereit. Sobald man in die Voliere kommt und einen streichelt, sind die anderen auch gleich zur Stelle - alle schön nebeneinander, so dass auch jeder etwas abbekommt.

Dienstag, 8. November 2011 -------------------------

Badetag

Heute ist Badetag. Die drei kleinen Aras werden mit der Blumenspritze abgeduscht. Wie man auf den Bildern sehen kann, genießen es alle drei sehr.

Lucia ist eine richtige Wasserratte. Sie konnte gar nicht genug davon bekommen. Während des Absprühens ist sie am Gitter herumgeklettert, dann wollte sie unbedingt schmusen, so dass ich auch ganz naß wurde. Catalina genießt das Baden auf ihre ganz eigene Art, wie man auf dem Bild sehen kann. Sie macht dabei die Augen zu und lässt sich "beregnen". Fernando war anfangs ein wenig vorsichtig, dann breitete er seine Flügel aus und genoss es ebenfalls sichtlich. Zum Schluss trieften alle drei vor Nässe und waren sichtlich zufrieden. Sie pflegten anschließend ihr Gefieder und ruhten sich danach von der Anstrengung aus.

Papageien sollten mindestens 1x in der Woche abgesprüht werden bzw. in ihrer Badeschale baden, besser ist es jeden 2. Tag. Sie sollten auch so nass werden, dass das Wasser auf die Haut kommt. Deshalb werden sie am besten Vormittags abgesprüht, damit sie noch genügend Zeit zum "Trocknen" haben. Das Baden erhöht zugleich die Luftfeuchtigkeit im Raum, was für unsere Papageien besonders gut ist.

Freitag, 4. November 2011 -------------------------

Wir sind nicht fotogen!?

Ich bin ziemlich entsetzt. Wir seien nicht fotogen, heißt es. Ach so, ich bin es übrigens, Catalina. Und das wir nicht fotogen sind, kann ich gar nicht verstehen. Auf den Bildern sehe es so aus, als ob wir nur aus Kopf bestehen würden, sagen die Unbefiederten.

Dabei setzen wir uns immer in Position, bleiben ganz ruhig, strecken unseren Kopf in Richtung Fotoapparat (der sehr interessant ist, aber nie aus der Hand gelegt wird) und zaubern ein Lächeln auf unsere Schnäbel. Besser kann man als Modell nun wirklich nicht arbeiten.

Sicherlich kann man auf so einem Bild nicht unsere ganze Schönheit erkennen, aber man kann sich eine Vorstellung machen. Ich glaube einfach, die Ungefiederten können nicht richtig fotografieren. An uns liegt es jedenfalls nicht.

Donnerstag, 3. November 2011 -------------------------

Halloween-Essen

Hallo, ich bin es, Lucia! Ich will heute mal wieder etwas erzählen. Wir haben in den letzten Tagen viel erlebt. Heute gab es Halloween-Essen. Es ist zwar etwas spät dafür, denn Haloween ist schon vorbei. Aber meine Körnerbringerin sagt, dass das Datum nicht so wichtig ist. Hauptsache man macht es.

War auch sehr lecker: Kürbis, Ingwer, Reis und noch so ein paar Sachen. Wir haben dann auch ganz gruselig rumgesaut, wie man am Futtertablett sehen kann.

Schließlich muss zu Halloween alles gruselig sein. Auch wenn das Datum nicht stimmt, haben wir drei es doch toll hingekriegt! So jetzt kletter ich auf meine Stange. Ich will auch auf das Bild. Können wir drei nicht ganz gruselig schauen?

Mittwoch, 2. November 2011 -------------------------

Schlafplätze

Catalina, Fernando und Lucia fühlen sich in der großen Voliere immer wohler. Sie sind ständig am herumklettern, springen von Ast zu Ast (Fernando versucht es schon mit Unterstützung von ein paar Flügelschlägen) und knabbern fleißig die Blätter ab.

Ihre Schlafplätze haben sie sich jetzt auch schon ausgesucht. Alle drei schlafen in einer Ecke auf dem Volierenboden. Wenn abends das Licht ausgemacht wird, ist richtig Trubel in der Voliere. Dann müssen die drei von ihren Ästen am Gitter nach unten klettern. Lucia ist meist die erste und wartet dann auf die anderen.

Es dauert ein paar Minuten bis sich alles sortiert hat und die Laute die dabei abgegeben werden, sind schon sehr hörenswert. Ab und zu gibt es dann einen kurzen Schrei, weil sich der letzte wieder auf einen draufgesetzt hat. Dann wird es ruhig.

Dienstag, 1. November 2011 -------------------------

Futter

Die drei kleinen Ara-Babys machen große Fortschritte. Sie probieren fleißig ihre Schwingen aus. Dabei wird keine Rücksicht darauf genommen, ob gerade ein Geschwisterchen daneben sitzt und diese voll abbekommt. Offenbar macht es dem Betroffenen auch nicht viel aus. Dieser sitzt ruhig daneben, kneift nur ab und zu die Augen zu und lässt es sich gefallen.

Die Futternäpfe werden immer ratzfatz leer geputzt. Momentan bekommen die drei 3 x täglich 3 Näpfe mit einem speziell von uns zusammengestelltem Futter, indem Obst, Gemüse, Vitamine und Mineralien enthalten sind. Wasser und Körner gibt es selbstverständlich auch. Die drei Aras haben auch schon gut zugenommen.

Ihre "Tischmanieren" sind allerdings nicht vom Feinsten, wie man auf dem Bild sehen kann. Das Futtertablett sieht nach jeder Mahlzeit ziemlich schlimm aus. Aber die drei haben ja uns Körnerbringer - schließlich müssen wir auch beschäftigt werden ;-)).

Montag, 31. Oktober 2011 -------------------------

Lucia

Das Nesthäkchen Lucia stellt sich heute vor.

Ich bin Lucia, ein weiblicher Gelbbrustara. Ich wusste ja von Anfang an, dass ich ein kleines Mädel bin. Aber meine Menschen mussten das amtlich bestätigt haben. Deshalb zogen sie mir eine Feder und schickten diese an ein Labor.

In der neuen Voliere fühle ich mich sehr wohl. Es gibt ja auch so viel Neues zu entdecken. Wir bekommen immer viel frische Äste. Das ist gut für unseren Schnabel und für unsere Krallen. Außerdem sind wir mit dem Blätter abzupfen beschäftigt. Fliegen kann ich noch nicht. Aber ich übe schon fleißig. Dazu klettere ich am Volierendach herum und lasse mich dann fallen. Manchmal sitzt dort wo ich landen möchte Fernando. Aber das ist kein Problem, dann lande ich einfach auf ihm.

Vor lauter Erzählen habe ich ganz vergessen, die Futternäpfe zu untersuchen. Meine Geschwister sitzen schon daran. Jetzt muss ich aber auch mal hin, sonst lassen die mir gar nichts mehr übrig.

Freitag, 28. Oktober 2011 -------------------------

Catalina

Nun ist Catalina an der Reihe sich vorzustellen. Auch sie wollen wir selber etwas über sich "erzählen" lassen.

Hi, ich bin Catalina, ein weiblicher Gelbbrustara. Ich bin noch so jung, dass man gar nicht von Alter sprechen kann. Deshalb will ich auch kein Geheimnis daraus machen, dass ich die älteste von uns dreien bin.

Wie die anderen beiden bin auch ich dabei, die neue Voliere genau unter die Lupe zu nehmen. Ich habe die Einrichtung schon ein bisschen umgestaltet. Es war zwar ganz lustig, die Blätter von den Ästen zu zupfen, als allerdings keine mehr dran waren, habe ich erst einmal den Ast weggemacht. Den können meine Körnerbringer jetzt wegräumen und einen neuen anschleppen. Schließlich müssen die auch beschäftigt werden. Wir haben ja schon gelernt, das Beschäftigung enorm wichtig für das Wohlbefinden ist ;-)).

Jetzt möchte ich mich ein bisschen umschauen, ob ich noch etwas umräumen muss und dann mache ich ein kleines Mittagsschläfchen. Vielleicht bekomme ich vorher noch eine Streicheleinheit?

Donnerstag, 27. Oktober 2011 -------------------------

Fernando

Heute möchten wir mit der Vorstellung der drei beginnen. Weil die Mädels in der Überzahl sind, fangen wir mit Fernando an. Lassen wir ihn einfach selber erzählen.

Hallo, ich bin Fernando, ein Gelbbrustara. Ich bin der "Hahn im Korb" und Chef im Ring. Aber wer weiß wie lange noch (ich meine jetzt den Chef im Ring, denn "Hahn im Korb" bleibe ich ja wohl). Meine beiden Schwestern sind selbstbewusst und wissen, was sie wollen. Wir verstehen uns gut und erkunden gemeinsam unsere neue Voliere.

Im Moment erkunde ich die Voliere, zupfe die Blätter von den Ästen und sehe mir das Spielzeug genauer an. Vor allen Dingen inspiziere ich aber die Futternäpfe. Denn da ist immer etwas Leckeres drin. Morgens setze ich mich schön brav auf den Ast und warte, dass es "Frühstück" gibt. Kaum werden die Näpfe umgedreht, habe ich auch schon meinen Schnabel drin. Wenn ich mir den Bauch dann so richtig vollgeschlagen habe, mache ich erst einmal Siesta. So, dass war es für heute. Ich muss jetzt wieder zu den Näpfen und ein bisschen naschen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011 -------------------------

DNA und Namensgebung

Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung sind da. Wie wir vermutet haben: 2 Mädels und ein Junge. Jetzt sollen die Kleinen von uns einen Namen bekommen. Catalina, Fernando und Lucia werden die Kleinen ab sofort heißen. Die Tauffeierlichkeiten interessierten die drei nicht wirklich. Sie schauten uns zwar mit ihren großen schwarzen Augen neugierig an, aber wahrscheinlich ist nur der Mensch der Meinung, dass ein erster Name gefeiert werden muss.

Dienstag, 25. Oktober 2011 -------------------------

Umzug in die Absetzvoliere

Langsam werden die drei Kleinen immer neugieriger auf das, was sich in den Futternäpfen befindet. Immer öfter probieren sie davon. Neben dem Körnerfutter gibt es viel Obst und Gemüse, Keimfutter und spezielles Weichfutter, das viel Vitamine und Mineralien enthält. Die Fütterung mit dem Aufzuchtfutter ist nur noch einmal am Tag notwendig.

Die kleinen Aras können nun in eine größere Voliere umziehen. Das ist eine Umstellung für sie, die sie aber schnell bewerkstelligen. Die Futternäpfe sind bald gefunden. Nur den richtigen Schlafplatz zu finden, dauert etwas länger. Im Moment wird noch probiert und ausgetestet.

Montag, 24. Oktober 2011 -------------------------

Die Aufzucht

Die drei kleinen Gelbbrustaras kamen am 21., 24. und 26. Juli aus dem Ei. Nach einigen Tagen, in denen die Kleinen von den Eltern rührend umsorgt worden sind, mussten wir sie zur weiteren Handaufzucht aus dem Nest nehmen. Dies ist bei den Eltern leider nötig, da speziell die Mutter den Kleinen sonst die Federn beim zu liebevollen Putzen zieht. Die drei Kleinen wurden regelmäßig gefüttert und schnell groß und munter.